Neustart für die Freiwillige Selbstkontrolle - de'ge'pol verlässt den DRPR Deutschen Rat für Public Relations.

Die Mitgliederversammlung und der Vorstand der de'ge'pol sehen die Selbstkontrolle durch ein gemeinschaftliches Gremium für Public Affairs und Public Relations nicht mehr als Möglichkeit an.

„Der Austritt ist ein bedauerlicher, aber notwendiger Schritt“, erklärt der de'ge'pol-Vorsitzende Dominik Meier. „Über Jahre hinweg hat die de'ge'pol die Arbeit des DRPR entscheidend mitgeprägt. So etwa durch die intensive und langjährige Tätigkeit im Ausschuss Politik, die Initiativen zu Finanz- und Beschwerdeordnungen und ein Diskussionspapier zum Schwerpunktthema Social Bots. Dennoch hat sich aus Sicht der de'ge'pol gezeigt, dass die Selbstkontrolle von PR und PA nicht unter einem gemeinsamen, organisatorischen Dach zusammengehen.“

Seit längerer Zeit gab es grundlegende Differenzen mit den anderen Trägerverbänden in Hinblick auf Arbeitsweise und strukturellen Aufbau sowie bei Fragen der Budgetverwaltung, medialen Präsenz und die Effektivität der Selbstkontrolle. Die de'ge'pol hat über Jahre hinweg konstruktive Lösungsoptionen aufgezeigt, die jedoch bedauerlicherweise von den anderen Mitgliedern nicht geteilt wurden.

Der finale Anlass für den Austritt ist nun die wiederholte Nichteinhaltung der eigenen DRPR-Satzung und Regeln. Eine solche Arbeitsweise ist aus Sicht des de'ge'pol-Vorstands für ein Gremium der Selbstkontrolle nicht tragbar: Verantwortungsvolle Selbstkontrolle mit öffentlicher Relevanz und Akzeptanz erfordert eine ordnungsgemäße und nicht rechtlich angreifbare Ratsarbeit bei der Kontrolle Dritter. Mit diesen aktuellen Ereignissen ist ein Punkt erreicht, an dem ein Verbleib der de'ge'pol im Rat keine Option mehr darstellt.

„Die de'ge'pol sieht den Austritt aus dem DRPR auch als Chance, um künftig eigene Wege mit neuen Ideen zu gehen sowie einen Neustart für die Selbstkontrolle der professionellen Interessenvertretung zu entwickeln“, so Dominik Meier. Diese Neuorientierung der berufsständischen Vereinigung stellt eine wichtige Aufgabe der de'ge'pol in den nächsten Monaten dar, der wie gewohnt, als ergebnisoffener, partizipativer Prozess innerhalb der de'ge'pol stattfinden wird.