Die de'ge'pol ist als Deutsche Gesellschaft für Politikberatung der Zusammenschluss der Politikberaterinnen und Politikberater in Deutschland. Sie vertritt als berufständische Vereinigung gemeinsame Ziele und Werte:

  • Vermittlung eines klaren Profils von Politikberatung und -management gegenüber den Akteuren im politischen Feld und einer interessierten Öffentlichkeit;
  • ein gemeinsames fachliches Selbstverständnis;
  • Einhalten von Qualitätsstandards und ethischen Standards;
  • Professionalisierung von Politikberatung durch Austausch, Kooperation und den Aufbau praxisorientierter Weiterbildungsangebote;
  • Austausch über den technologischen "State of the Art" im Bereich Politikberatung;
  • Vertiefung des Austausches mit der internationalen Politikberatungsszene.

Im Vordergrund steht der fachliche Austausch jenseits von Parteigrenzen. Die Anerkennung demokratischer Prinzipien ist der zentrale Ausgangspunkt. Fairness, Anerkennung des anderen, Offenheit und die Einhaltung der demokratischen Spielregeln bilden die Voraussetzungen für den politischen Wettstreit um die besten Strategien und Ideen. Es ist damit auch unser Ziel, die Demokratie in Deutschland und Europa voranzubringen und gleichzeitig die Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen Prozess zu erweitern.


Vorstand

Dominik Meier

Dominik Meier
Vorsitzender

Heiko Kretschmer

Heiko Kretschmer
Schatzmeister Ethikbeauftragter

Dr. Viola Neu

Dr. Viola Neu
Stellvertretende Vorsitzende

Carsten J. Diercks

Carsten J. Diercks
Stellvertretender Vorsitzender

 
Raphael Neuner

Raphael Neuner
Stellvertretender Vorsitzender
 

Sergius Seebohm

Sergius Seebohm
Stellvertretender Vorsitzender
 

Theihs, Norbert

Norbert Theihs
Stellvertretender Vorsitzender

 

Beirat

Der Vorstand der de'ge'pol wird bei seiner Arbeit beraten durch erfahrene Repräsentanten der Politikberatung:

Peter Radunski
Publicis Public Relations

Prof. Volker Riegger
logos AG Holding

Prof. Dr. Andrea Römmele
Hertie School of Governance

Prof. Dr. Eberhard Sandschneider
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Klaus-Peter Schmidt-Deguelle
Medienberater

Michael T. Schröder
Orca Affairs

Prof. Dr. Jürgen Falter
Institut für Politikwissenschaft Mainz

Ralf Fücks
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Richard Gaul

Wolfgang Gibowski
Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund a.D.

Richard Hilmer
Infratest dimap

Matthias Machnig
Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Jürgen Merschmeier
Büro für Politik und Kommunikation


Mitglieder

Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der de'ge'pol sind eine mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Politikberatung (intern oder extern) und eine aktuelle Tätigkeit als Berater in einem der folgenden Felder der Politikberatung: Public Affairs, Kampagnenberatung und Politikfeldberatung. Neben Personenmitgliedschaften bestehen auch korporative Mitgliedschaften. Korporative Mitglieder müssen nachhaltig im Bereich Politikberatung tätig sein.

Zu den Voraussetzungen der Mitgliedschaft gehört u.a. die Verpflichtung, den Verhaltenskodex der de'ge'pol einzuhalten. Dieser ist eines der Grundlagendokumente zur einheitlichen Gestaltung einer transparenten und professionellen Politikberatung, denen sich unsere Mitglieder verpflichtet fühlen.

Diese Grundlagendokumente umfassen die Satzung, den Verhaltenskodex, die Verfahrensweise für Vorgehen bei Verstößen gegen den de'ge'pol-Kodex sowie einen Kriterienkatalog zum Qualitätsmanagement.

Korporative Mitglieder haben die Geltung dieser Ordnungen durch geeignete gesellschafts- oder arbeitsrechtliche Regelungen mit ihren Gesellschaftern sowie mit Arbeitnehmern, sonstigen Mitarbeitern sowie Erfüllungsgehilfen (§ 278 BGB) zu vereinbaren.


Hintergrund

Politikberatung und Politikmanagement sind in Deutschland einigermaßen unbekannte Berufsfelder. Die öffentliche Wahrnehmung reduziert sich dabei oft auf primär mediale Wahlkampfberatung oder auf überwiegend akademische Beratungsleistungen von öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Einrichtungen. Politikberatung ist hierzulande eng mit Parteien, Verbänden und Stiftungen verflochten und daher stark institutionalisiert und hierarchisiert. Der Anspruch der Politikberatung, zwischen Wissenschaft und der kurzatmigen politischen Praxis zu vermitteln, wird nur selten erfüllt. Oft fehlt es in der deutschen Politikberatungsszene an der Verbindung von politischer Analysefähigkeit mit strategischer Kompetenz, um daraus umsetzbare Konzepte zu entwickeln und eine effektive und flexible politische Steuerung zu ermöglichen. Dieses Defizit wird umso deutlicher, wenn man sich die rasanten Veränderungen in unserer Gesellschaft, vor allem im technologischen Bereich, vergegenwärtigt.

Die Politikberatungsszene in Deutschland befindet sich im Wandel. Die Einflüsse aus den USA und Brüssel haben an diesem Veränderungsprozess großen Anteil. So zeichnet sich beispielsweise immer deutlicher eine Nachfrage nach einer individuellen Interessenvertertung ab, was die Nachfrage nach externer Politikberatung steigen lässt. Durch die Öffnung der Parteien für externe Beratungskompetenz sind die Politikberater und Politikmanager selbst aufgefordert, ihr Profil in der Öffentlichkeit zu schärfen und ein gemeinsames fachliches Selbstverständnis zu entwickeln. Die Auseinandersetzung um die besten Köpfe und Ideen hat auch in die Politikberaterszene viel Bewegung gebracht.

Politikberatung eröffnen sich in Deutschland zunehmend neue Betätigungsfelder. Das Spektrum reicht dabei von Wahlkampf- und Kampagnenberatung, politische Kommunikation, Public Affairs/Lobbying, Politikfeldberatung und strategisch-operativer Politikberatung bis zu Strategic Research und Online-Politikberatung. Alle diese Bereiche der Politikberatung bieten ihr Know-how nicht nur den Regierungen, Parlamenten, Ministerien und Verwaltungen an, sondern auch der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.

Gerade die neue Generation der Politikberater möchte hier neue Wege gehen. Professionell, flexibel, netzwerkorientiert und technologiefreundlich sind wichtige Attribute einer neuen Politikberatergeneration, die den Erfahrungsaustausch und das Networking untereinander als Chance versteht, sich gemeinsam national und international zu positionieren.