Neustart für die Freiwillige Selbstkontrolle - de'ge'pol startet neues Projekt für den Rat

Am 22.05.2017 hat die de'ge'pol Mitgliederversammlung den Vorstand bevollmächtigt, den Austritt aus dem DRPR zu erklären, sofern sich die Situation nicht absehbar bessert. Außerdem haben Sie uns den Auftrag gegeben, Alternativen zum DRPR zu entwickeln.

In den vergangenen fünf Monaten hat sich trotz der konstruktiven Lösungsvorschläge der de'ge'pol leider nicht die Hoffnung erfüllt, im DRPR noch eine funktionierende Selbstkontrolle für Public Affairs zu finden.

Die Ereignisse rund um die letzte DRPR-Sitzung am 22.09.2017 haben noch einmal bestätigt, dass der DRPR nicht die richtige Organisation ist, um das de'ge'pol-Kernziel einer verantwortungsvollen Selbstkontrolle mit öffentlicher Relevanz und Akzeptanz voranzubringen. Die inhaltlichen Differenzen mit den anderen Trägerverbänden in Hinblick auf Professionalisierung, Arbeitsweise und strukturellen Aufbau sind hierfür zu groß. Dieser Umstand macht einen Verbleib der de'ge'pol im DRPR unmöglich.

Der Vorstand der de'ge'pol hat am 09.10.2017 daher beschlossen, dass die de'ge'pol mit sofortiger Wirkung den Austritt aus dem Trägerverein des DRPR erklärt. Vorsorglich wurde auch die ordentliche Kündigung erklärt. Die Erklärung wurde dem Vorsitzenden des Trägervereins soeben übermittelt.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht, insbesondere da die de'ge'pol durch ihre intensive und langjährige Tätigkeit im DRPR-Ausschuss Politik dessen Arbeit entscheidend mitgeprägt hat. Gerade nach der Bundestagswahl und angesichts der unverändert kritischen Begleitung der PA-Branche durch Watchdogs wie z.B. Transparency International, LobbyControl und abgeordnetenwatch.de muss aber das Interesse an einer funktionierenden Selbstkontrolle der Interessenvertretung überwiegen.

Der Austritt aus dem DRPR markiert das Ende eines langen und streckenweise schmerzlichen Prozesses. Wir haben mehrfach erfahren müssen, dass die Besonderheiten der Public Affairs im DRPR nicht hinreichend abgebildet wurden. Zudem sind in letzter Zeit bedauerlicherweise Absprachen und insbesondere die Vorbereitung von wichtigen Entscheidungen an der de'ge'pol vorbei erfolgt. Damit waren die Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben.

Im Austritt aus dem DRPR sehen wir jetzt eine neue Chance für die de'ge'pol, künftig eigene Wege zu gehen und innovative Ideen sowie Impulse für die Selbstkontrolle unserer Branche zu entwickeln. Diese Neuorientierung wollen wir, wie gewohnt, in enger Abstimmung zwischen dem de'ge'pol-Vorstand und den Mitgliedern vollziehen und als ergebnisoffenen Prozess gestalten.