de'ge'pol Empfehlungen zum Umgang mit extremistischen Organisationen bei der de’ge’pol AGORA
Am 17.06.2026 fand im Telefonica Basecamp die de’ge’pol AGORA statt. In Arbeitsgruppen haben wir uns mit den de'ge'pol Empfehlungen zum Umgang mit Vertreter:innen extremistischer Organisationen, die als Ergänzung des de'ge'pol Verhaltenskodex entwickelt wurden, mit Bezug zur Praxis und den aktuellen Herausforderungen beschäftigt.
Zentral war die Frage: Wie beweist politische Interessenvertretung Haltung in der Praxis?
Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird diese Frage sehr konkret: Wie gehen Interessenvertreter:innen damit um, wenn politische Ansprechpartner:innen künftig aus Parteien kommen, deren Positionen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung widersprechen?
Genau darüber haben wir bei der de’ge’pol Agora am 17.06.2026 im Telefónica BASECAMP diskutiert.
Ausgangspunkt waren die Empfehlungen zum Umgang mit extremistischen Organisationen, die seit 2024 für de’ge’pol Mitglieder gelten. Sie geben Orientierung für Situationen, in denen demokratische Haltung, berufliche Verantwortung und praktische Abwägungen zusammenkommen.
Zwei wissenschaftliche Impulse haben die Diskussion vertieft:
Dr. Viola Neu brachte demoskopische Perspektiven ein und ordnete ein, welche demokratischen Gegenstrategien im Umgang mit extremistischen Parteien relevant sein können.
Prof. Dr. Markus Scholz beleuchtete die Verantwortung von Unternehmen und zeigte auf, wie demokratische Kommunikation in einem zunehmend polarisierten Umfeld gelingen kann.
In den anschließenden Kleingruppen ging es um Resilienz, Haltung, Wehrhaftigkeit, praktische Abwägungen und Kommunikationstaktiken. Moderiert wurden die Tische von Louisa Kropp, Lisa Egermann, Michael Henning, Hannah Schimmele, Paul Tetsu Herzog und Stefan Unger.
Deutlich wurde: Professionelle Interessenvertretung braucht in diesem Umfeld belastbare Orientierung. Demokratische Prinzipien, ethische Standards und praktische Handlungsfähigkeit müssen zusammen gedacht werden. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die offene, engagierte und verantwortungsvolle Diskussion.